Wie man sich vor Viren schützen kann

In unserer heutigen Computerwelt geht eine der größten Gefahren von Computerviren aus, die zum größten Teil unnötigen Ärger und Datenverluste auslösen. Jeder Computernutzer sollte also einige Vorkehrungen treffen, um sich vor dem Virenbefall zu schützen oder - wenn es dafür bereits zu spät ist - die lästigen Biester wieder loszuwerden.

Hier die wichtigsten Regeln für eine effektive und sichere Schutzmauer gegen Eindringlinge und ungebetene Gäste. Schaffen Sie sich ein gängiges Antiviren-Programm an. Die Investition mag auf den ersten Blick (bis Sie den ersten Virus haben) unnötig erscheinen, doch ist sie es keines- falls. Jeder erkannte und abgewehrte Virenangriff schützt Sie vor unnötigem Ärger und Arbeit. Achten Sie darauf, daß Sie das Antiviren-Programm regelmäßig aktualisieren können. Einige Ressourcen für die besten Anti-Virus-Tools:

AntiVir: http://www.freeav.de  TIPP
Die AntiVir Personal Edition ist für den privaten (individuellen,  nicht-kommerziellen) Einsatz kostenlos !!!

Softseek Virus Protection Utilities    http://www.softseek.com/Utilities/Virus_Protection/                         Englischsprachiges Share- und Freeware-Verzeichnis von verschiedenen Anti-Virenprogrammen (u.a. F-Prot, McAfee und Norton) inklusive Beschreibung und Bewertung der einzelnen Programme.

Freeware Antivirus    http://Freeware.de/software/antivirus.shtml                                                  Deutschsprachiges Freeware-Verzeichnis von Anti-Virenprogrammen inklusive Beschreibung der einzelnen Programme.

Infoseek Computer viruses   http://infoseek.go.com/WebDir/Computing/Security_and_privacy/Computer_viruses/                        Infoseek Webdirectory: Links zu Computer-Viren und Anti-Virensoftware. Die hier aufgeführten URLs sind handverlesen und mit einer Bewertung (Sterne) versehen. 

Für einen umfassenden Virenschutz sollten Sie eine grundsätzliche Strategie aufbauen, die es Ihnen ermöglicht, mit ruhigem Gewissen zu arbeiten, ohne sich andauernd darüber Gedanken machen zu müssen, ob nun Diskette A oder Datei B, die Sie gerade benötigen, virenfrei ist oder nicht.

Einprägen sollten Sie sich die Strategie einer trutzenden Burg. Eine Burg hat starke Außen- wände und ein dickes Tor, daß nur von innen geöffnet werden kann und die Burg vor äußeren Einflüssen weitgehend schützt. Innerhalb der Burg können die Bewohner dann davon ausgehen, daß sie zumindest vor wilden Tieren und feindlichen Soldaten geschützt sind. :-)

Wenn Sie auf einem System ein Antiviren-Programm installieren, sollten Sie als allererstes das Antiviren-Programm auf den neuesten Stand bringen und danach alle Datenträger (also alle Disketten und CD-ROMs, die Sie besitzen und benutzen) und zuletzt Ihre Festplatten vollständig überprüfen. Dies ist bei großen Software-Archiven eine möglicherweise größere Aktion, doch bevor Sie einen umfassenden Virenschutz aufbauen können, müssen Sie sichergehen, daß Ihr System virenfrei ist.

Wenn Ihr Antiviren-Programm einen Virenbefall meldet, sollten Sie als allererstes Ruhe be- wahren! Die gängigen Programme schlagen bei einer Meldung mehrere Lösungsmöglichkeiten vor. Falls das Antiviren-Programm einen Reparaturversuch der befallenen Datei anbietet, sollten Sie dies zunächst probieren. Falls der Reparaturversuch fehlschlägt, haben Sie immer noch die Möglichkeit, die befallene Datei löschen zu lassen, dies sollten Sie dann auch unbedingt tun! Wenn die eine Virenmeldung einfach ignorieren, gefährden Sie auf die Weise Ihren umfassenden Virenschutz.

Sind alle Ihre Datenträger geprüft und nun virenfrei, sollten Sie einen Virenschutz aufbauen.   Die einfachste Methode ist, die automatischen Antiviren-Programme im Hintergrund laufen zu lassen, die bei den gängigen Antiviren-Programmen mitgeliefert werden. Jedoch gerade auf langsamen oder stark benutzten Geräten machen sich diese Programme oft leistungsmäßig bemerkbar. Sie können alternativ auf diese Hintergrundprogramme auch verzichten, wenn Sie sich ein gewisses Maß an Disziplin auf die Fahne schreiben: Alle Datenträger, die Sie auf Ihrem Computer benutzen möchten, müssen als erstes nach Viren untersucht werden, ausnahmslos ! Informieren Sie auch alle Mitbenutzer des Computers über diese Auflage. Bei Anfängern, die sich nur wenig mit dem Computer auskennen, sollten Sie Vorsicht walten lassen und das Hintergrundprogramm lieber aktivieren, um kein Risiko einzugehen.

Benutzen Sie für Computerdaten nur vertrauenswürdige Quellen. Zwar läßt sich auf die Weise nicht hundertprozentig ein Virenbefall vermeiden, da in der Regel auch vertrauenswürdige Quellen von Virenangriffe nicht verschont bleiben, doch können Sie hier zumindest die Quelle der Infizierung besser nachverfolgen und entsprechende Rückschlüsse für zukünftige Übertragungen ziehen.

Bei allen Dateien, die Sie aus dem Internet herunterladen oder per eMail bekommen, gilt das gleiche: Ohne Überprüfung durch das Antiviren-Programm haben Dateien definitiv nichts in Ihren Anwendungen zu suchen! Richten Sie sich für solche Fälle am besten einen eigenen Ordner ein, den Sie quasi als Quarantänestation nutzen: Alle Dateien, die aus dem Internet und per eMail kommen, werden zunächst hier abgelegt und dann durch das Antiviren-Programm getestet. Virenfreie Dateien kopieren Sie dann manuell in den entsprechenden Zielordner.

Ist eine Datei, die Sie ueber das Internet bekommen haben, mit Viren befallen, sollten Sie ebenfalls Ruhe bewahren! Informieren Sie den Absender darüber, daß Sie über seine Ressourcen eine virenbefallene Datei erhalten haben. Widerstehen Sie unbedingt der Versuchung, die übertragene Datei trotzdem zu benutzen, falls diese durch das Antiviren-Programm nicht repariert werden kann!

Administrieren Sie ein Netzwerk, ist der Aufbau eines umfassenden Virenschutzes komplexer. Dies gilt insbesonders für Server, die sich innerhalb des Netzwerks befinden und als Ablage für Programme und Dateien gedacht sind: Informieren Sie alle Teilnehmer des Netzwerks über die Schutzmaßnahmen gegen Viren und fordern Sie sie auf, entsprechende Schutzmaßnahmen nicht zu behindern bzw. zu deaktivieren.

Betreiben Sie einen internen, stark frequentierten Fileserver, so sollten Sie über Analysemaßnahmen der abgelegten Dateien nachdenken. Die gängigen Antiviren-Programme lassen sich zu definierbaren Zeiten starten und stellen so einen weitgehend automatisch ablaufenden Virenschutz sicher.

Tritt ein Virenbefall innerhalb eines lokalen Netzwerks auf, ist höchste Vorsicht geboten! Informieren Sie als allererstes den Administrator über den Vorfall. Versuchen Sie nicht, den Befall zu vertuschen! Der Administrator wird alle nötigen Schritte unternehmen, Ihren Rechner zu untersuchen und eventuell zu desinfizieren. Auch kann er lokale Fileserver überprüfen, nach einem Befall anderer Rechner im Netzwerk suchen und entsprechend handeln.

Virensammeln hat keinen Sinn! Haben Sie virenbefallene Datenträger, so sollten Sie diese entweder desinfizieren oder löschen. Unachtsam abgelegte Datenträger, möglicherweise auch noch schlecht beschriftet, steigern die Neugierde von Unbefugten und bringen unter Umständen ihre sorgsam und mühselig gesicherte Burg innerhalb kürzester Zeit zu Fall. Auch hat es keinen Sinn, Virenkriege anzustiften, indem Sie Ihren Feinden absichtlich virenbefallene Dateien über- mitteln. Solche virtuellen Kämpfe führen zu viel Ärger und haben niemals einen vertretbaren Sinn!

Quelle: http://www.tipps-tricks.de/           

 

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